Über-Eiweissung

Schon wieder eine neue Zivilisations-Krankheit?

 

Eiweisse - auch Proteine genannt - gehören zu unserem täglichen Bedarf an Nahrungsmitteln.

 

Die aktuelle Ernährungsempfehlung für Proteine liegt für gesunde Frauen und Männer aller Altersgruppen bei 0,80 g (hochwertigem) Protein/kg Körpergewicht (0,8 g/kg KG). Dies ergibt bei einem Körpergewicht von 70 kg eine empfohlene Tagesdosis von 56 Gramm Eiweiss - für Männer und Frauen gleich. Während der Schwangerschaft und Stillzeit erhöht sich diese Dosis um 25 g pro Tag.

 

Proteine sind Aminosäuren-(AS-)Polymere. Proteine und AS haben multiple Funktionen auf der Zell- sowie der Organ- und Ganzkörperebene (z.B. in der Proteinbiosynthese, als Stickstoff-, Energie- und Kohlenstoffquelle, als Vorläufer für die Hormonsynthese etc.). Der durchschnittliche Stickstoffgehalt der Proteine beträgt 16Prozent. Der Einfachheit halber wird angenommen, dass der Proteinmetabolismus dem Aminosäuren- beziehungsweise Stickstoffmetabolismus entspricht. Der Körper eines Menschen enthält etwa 10 bis 12 kg Proteine, mehr als 40 Prozent davon allein in den Muskeln.

Im Alter ist ein leicht erhöhter Protein-Bedarf vorhanden, wobei grundsätzlich immer auf die Qualität und nicht nur Quantität der Proteine zu achten ist.

 

Diese Qualität wird bestimmt durch das Aminosäuren-Spektrum.

 

Übersicht essentielle / nicht essentielle Aminosäuren

essentiell AS                        nicht bzw. bedingt essentielle AS  

Histidin

Arginin  
Leucin Cystidin  
Isoleucin Glutamin  
Lysin Glycin  
Methionin Prolin  
Phenylalanin Tyrosin  
Threonin    
Tryptophan    
Valin    

 

Der quantitative Aspekt der Eiweiss-Zufuhr wird massgebend durch die Eigenschaft der Lebensmittel insbesondere der "Proteindichte" bestimmt.

 

Das Problem der sogenannten Übereiweissung entsteht beim Abbau der Proteine.

 

Eiweissreiche Nahrungsmittel enthalten Schwefel- und meist auch Phosphor-Ionen. Nach

dem Eiweissabbau bleiben diese Elemente in Form von Schwefelsäure und Phosphorsäure

übrig und müssen mittels Calcium, Natrium und Kalium neutralisiert werden.

 

Weil Proteine somit also basische Elemente entziehen, führen auch sie zu einer Übersäuerung des inneren Milieus.

 

Ein saftiges Steak - für viele der Inbegriff eines gelungenen Sommerabends...

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